Investmentbarometer: Frühlingsgefühle bei den deutschen PrivatanlegernDie Stimmungslage der deutschen Privatinvestoren erreicht derzeit fast Vorkrisenniveau: Nachdem das Börsenvertrauen der Anleger bereits zum Jahreswechsel deutlich anstieg, legte der Anteil der Aktienmarkt-Optimisten aktuell noch weiter zu. Für die nächsten sechs Monate blicken nun wieder 51,1 Prozent der Befragten positiv in die Zukunft. Das ist mehr als jeder zweite Befragte. Parallel dazu sank der Anteil der Börsen-Pessimisten: Die Quote der Skeptiker sank ebenfalls deutlich auf 15,3 Prozent. Noch im November war der Anteil der Schwarzseher mit 30,7 Prozent mehr als doppelt so hoch. So gut gestimmt waren die deutschen Anleger in den letzten zweieinhalb Jahren nicht.
Der Stimmungsaufschwung zeigt sich auch im J.P. Morgan Asset Management Investor Confidence-Gesamt-index: Nach einem Anstieg um 2,0 Prozentpunkte notiert er aktuell auf einem Wert von 4,0. Ein beachtlicher Aufwärtstrend, wenn man bedenkt, dass der Index genau vor einem Jahr im März 2009 sein Allzeittief von -6,0 erreichte. Während der Stimmungsindikator bei der letzten Befragung im Januar noch für die befragten weiblichen und männlichen Anleger gleichauf lag, zeigen sich die Männer derzeit wieder etwas optimistischer.
Obwohl die Zuversicht der Privatanleger für die weitere Börsenentwicklung sehr groß ist, stieg die Bereitschaft, im nächsten halben Jahr zu investieren, nur leicht an: Der Anteil derjenigen, die weitere Investments tätigen wollen, nahm um 1,8 Prozentpunkte zu. Mit 36,6 Prozent plant nur rund jeder Dritte neue Anlagen.
Trotz des steigenden Börsenvertrauens sind aktuell wieder sicherheitsorientierte Anlageformen wie Tagesgeld oder Sparbuch gefragt. Tagesgeldkonten avancierten entsprechend zur begehrtesten zukünftigen Anlageform, gefolgt von Fonds und Sparbüchern. Die Bereitschaft zu Direktanlagen in Aktien hat sich wieder etwas abgekühlt. Quelle: J.P. Morgan Zur Übersicht der aktuellen Meldungen
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