Euphorie für Goldinvestments ist verflogen

Martin Siegel, Geschäftsführer des auf Edelmetallinvestments spezialisierten Fondsanbieters Stabilitas, sieht eine schwindende Euphorie bei Goldinvestoren. Mitte Juli habe sich der Markt gedreht und Gold an Boden verloren. Auf Monatssicht liegt der Verlust zwar nur in einem Bereich, der in etwa den täglichen Preisschwankungen entspricht, in der zweiten Julihälfte sei aber eine Stimmungsänderung gegenüber dem Edelmetall zu bemerken gewesen. Zwar sei, so Siegel, dieser Abschwung nach einem teilweise fast schon übertriebenen Anstieg in den beiden Monaten zuvor einerseits eine normale Marktreaktion, da manche Investoren ihre Gewinne realisieren möchten. Wenn einige institutionelle Investoren Gold verkaufen, sollten Anleger dies aber schon als Signal für eine mögliche Konsolidierungsphase wahrnehmen.

Siegel ist jedoch auch der Ansicht, dass fundamental nach wie vor vieles für Gold spricht. Der langfristige Aufwärtstrend sei weiterhin intakt, die Notenbanken ließen die Geldpressen weiter laufen und Investoren zahlten sogar Strafzinsen für Anleihen. Die Bankenkrise in Italien zeige zudem, dass die Finanzkrise bei weitem noch nicht gelöst sei. All dies dürfte Gold für Investoren weiterhin interessant machen.

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