Flossbach von Storch glaubt weiterhin nicht an Zinswende

Fondsmanager Bert Flossbach von der Vermögensverwaltung Flossbach von Storch ist weiterhin nicht der Auffassung, dass es auf absehbare Zeit zu einer wirklichen, nachhaltigen Zinswende kommt. Den Aktienmärkten gegenüber ist er deswegen auch nach wie vor positiv eingestellt und erwartet eine Neubewertung erst für den Fall, dass das weltweite Zinsniveau von aktuell knapp 1,5 auf 2,5 % steigen würde, wie er im aktuellen Kapitalmarktbericht von Flossbach von Storch erklärt. Eine nachhaltige Zinswende sei aber aufgrund der Beibehaltung der Anleihekäufe durch die Europäischen Zentralbank auf absehbare Zeit nicht zu erwarten. Vor allem in der Eurozone seien die  Zinsen immer noch tiefer, als man sich dies vor einigen Jahren in den „kühnsten Träumen“ hätte vorstellen können.

Während aber Immobilieninvestoren das tiefe Zinsniveau längst als „neue Normalität“ in ihr Renditekalkül einbezogen und die Bewertungen in bis dato unbekannte Sphären getrieben hätten, seien Aktienanleger hierbei bislang sehr viel zurückhaltender gewesen. Aktien wären ansonsten heute bereits „wesentlich teurer“, so Flossbach. Erst wenn die Renditen von Bundesanleihen bei 2 % und die von US-Staatsanleihen bei 3 % lägen und dieses höhere Zinsniveau von den Anlegern auch als nachhaltig empfunden werde, dürfte das die Bewertungen von Aktien, insbesondere die von defensiven, ertragsstabilen Unternehmen, drücken.