Staatsschulden sind nur durch Inflationierung in den Griff zu bekommen

Peter E. Huber, Fondsmanager bei StarCapital, geht in den kommenden Jahren von Inflationsraten aus, die deutlich stärker als die Zinsen steigen werden. Die Notenbanken seien weiter an negativen Realzinsen interessiert, denn nur mit dieser „financial repression“ lasse sich die schwelende Staatsschuldenkrise überhaupt noch wirksam managen, schreibt Huber in der aktuellen Ausgabe von „StarInvest“. Die Staatsschulden seien seit der großen Finanzkrise um mehr als 50 % weiter gewachsen und nur noch durch „Inflationierung“ in den Griff zu bekommen. In Deutschland können man gerade sehen, dass die Staaten auch bei einem Wirtschaftsboom mit temporären Haushaltsüberschüssen „keinen Gedanken daran verschwenden, auch nur einen Euro für die Rückführung ihrer horrenden Verschuldung einzusetzen“, so Huber. Daran sollte jeder erkennen, „woher der Wind weht“.

Die Rentenportfolios der StarCapital-Fonds sind daher auf langfristig steigende Zinsen und Inflationsraten ausgerichtet. Dies erfordere „eher unkonventionelle“ Maßnahmen, welche einem „klassischen“ Rentenfonds in der Regel nicht möglich seien. So wurde durch kürzere Restlaufzeiten und den Verkauf von Zinsfutures das Zinsänderungsrisiko verringert. Im Falle bestätigter Baissetrends am Rentenmarkt zieht Huber auch eine negative Duration in Betracht. Zudem wurden größere Positionen in inflationsgeschützten Staatsanleihen aufgebaut und Investitionen in Lokalwährungsanleihen aus den Emerging Markets eingegangen, deren Währungen auf mittlere Sicht nach Hubers Erwartung von einem Anstieg der Rohstoffpreise profitieren sollten. Die Positionen in Hochzins-Unternehmensanleihen wurden dagegen seit Jahresanfang reduziert. Insgesamt, so Huber, bleibe die Vermögensallokation der StarCapital-Fonds ausgewogen und über verschiedene Renditequellen diversifiziert.

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