Trump erwischt Anleiheinvestoren auf dem falschen Fuß

An den Anleihemärkten hat es nach dem Sieg von Donald Trump bei der US-Präsidentschaftswahl massive Kursverluste gegeben. Grund dafür sind wiederaufkommende höhere Inflations- und Zinserwartungen. Die Ankündigungen des künftigen neuen US-Präsidenten, Konsum- und Unternehmenssteuern zu senken und massiv in Gesundheit, Rüstung und Infrastruktur zu investieren, dürften bei entsprechender Umsetzung zu einer noch deutlich weiter steigenden Staatsverschuldung in den USA führen. Die US-Notenbank versucht seit Jahren, die Inflation anzukurbeln. Trump schaffe in 24 Stunden, was die Notenbank in zwei Jahren nicht geschafft habe, so Bernd Ondruch von der Hedgefondsgesellschaft Astellon Capital Partners in einem Interview mit der Tageszeitung „Die Welt“. Die Erwartung einer steigenden Inflationsrate ist für die Rentenmärkte eine schwere Belastung. 30-jährige US-Staatsanleihen hatten bereits zuvor deutlich an Wert verloren, über die vergangenen vier Monate etwa 20 %. Marktbeobachter befürchten für die kommenden Wochen weitere Kursverluste.

Neben Pensionskassen und Lebensversicherungen haben auch klassische Mischfonds, die eine hohe Anleihequote aufweisen, mit diesen Marktverwerfungen zu kämpfen. Interessant sind in diesem Umfeld daher insbesondere flexible Misch- und Rentenfonds, die auf verschiedene Marktszenarien reagieren und z. B. durch Anpassung der Anleiheduration über Derivate Kursverluste abfedern können. Vorteilhaft ist darüber hinaus auch ein breites Anlagespektrum über ganz verschiedene Segmente der Rentenmärkte hinweg, so dass der jeweilige Fondsmanager die Möglichkeit hat, unattraktive Marktsegmente komplett zu meiden.