26.10.2010 Attraktivität von Private Equity wissenschaftlich bestätigtDie unter Leitung von Prof. Oliver Gottschalg geleitete Studie „Finding Alpha“ von der HEC School of Management in Paris kommt zu dem Schluss, dass Private Equity Anlagen gegenüber einer Investition in Aktien auf lange Sicht eine bessere Performance abliefern.
Im langfristigen Durchschnitt wurde dabei eine Überrendite (Alpha) von 7,1% ermittelt, wobei sich die Situation je nach Marktlage unterschiedlich darstellt. Während einer Rezessionsperiode erreicht Private Equity eine Überrendite von 15,5%, in stabilem Marktumfeld 10,6% und bei moderatem Wirtschaftswachstum immerhin noch 5,1 %. Lediglich in einer wirtschaftlichen Boom-Phase erwirtschaften Anlagen in Private Equity im Durchschnitt keine Überrendite im Verhältnis zu einem Aktienengagement. Das Ergebnis bedeutet gleichzeitig, dass Private Equity eine negative Korrelation zu Aktien aufweisen. Dieses Ergebnis unterstreicht die Bedeutung dieser Assetklasse als wichtiger Baustein in einem risikodiversifizierten Portfolio.
Aber nicht nur Wissenschaftler sind von der Ertragskraft von Private Equity überzeugt, sondern in zunehmenden Maße auch wieder die Praktiker in Gestalt der Private Equity Manager. Einer aktuellen Studie der Unternehmensberatung Deloitte zufolge ist die Stimmung in der Beteiligungsbranche im deutschsprachigen Raum zuletzt wieder auf ein ähnlich hohes Niveau wie im Boom-Jahr 2007 angestiegen. Demnach glauben zwei Drittel der befragten Manager an ein sich weiter verbesserndes gesamtwirtschaftliches Umfeld, 31% sehen die Arbitrage zwischen Kauf- und Verkaufspreis in Zukunft weiter steigen und knapp 40% der Befragten glauben an einen leichteren Zugang zu Fremdkapital.
Die Experten stufen dabei aktuell die Branchen Healthcare, Life Sciences, Konsumgüter und Energie als besonders attraktiv und wachstumsstark ein.
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